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Amazon KI-Bilder kennzeichnen: contains-synthetic-performer richtig einsetzen

Zuletzt aktualisiert: 26. August 2026

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Amazon hat eine klare Vorgabe für KI-generierte Menschen in Verkäufermedien: Zeigt ein Produktbild oder -video eine fotorealistische, vollständig mit KI erzeugte Person, musst du vor dem Upload das Keyword contains-synthetic-performer in die XMP-Metadaten der Datei einbetten.

In diesem Guide erfährst du, was hinter der Regel steckt, welche Bilder betroffen sind und wie du die Kennzeichnung in wenigen Minuten umsetzt – kostenlos und ohne dass dein Bild deinen Rechner verlässt.

Was ist contains-synthetic-performer?

contains-synthetic-performer ist ein fester Keyword-Wert, den Amazon für die Kennzeichnung KI-generierter Personen vorgibt. Er wird nicht sichtbar ins Bild geschrieben, sondern in die Metadaten der Datei eingebettet – genauer: in das standardisierte XMP-Feld dc:subject, das die IPTC-Norm als Keyword-Feld definiert. Das Feld ist ein offener Standard, der Wert ist Amazon-spezifisch.

Amazon nennt die Kennzeichnung in seiner offiziellen Seller-Ankündigung als Pflicht für alle weltweiten Stores und behält sich vor, gekennzeichnete Medien für Kunden mit einem Hinweis zu versehen.

Der Hintergrund ist ein größerer Trend zu Transparenzpflichten: In New York gilt seit dem 9. Juni 2026 ein Gesetz, das eine deutliche Offenlegung verlangt, wenn Werbung wissentlich einen synthetischen Darsteller zeigt. Das Gesetz schreibt aber kein Metadaten-Format vor – der XMP-Mechanismus mit dem festen Keyword ist Amazons eigene Umsetzung für seine Plattform.

Wann verlangt Amazon die Kennzeichnung?

Der Auslöser ist eindeutig definiert: ein Produktbild oder -video, das eine fotorealistische, vollständig KI-generierte Person enthält. Laut einer offiziellen Amazon-Moderator-Klarstellung umfasst der Geltungsbereich alle käuferseitig sichtbaren Verkäufermedien – also Listing-Bilder, A+ Content, Brand Story, Store, Videos und Werbemedien. Auch nur teilweise sichtbare Personen (z. B. nur Hände) fallen darunter, solange die dargestellte Person komplett von einer KI erzeugt wurde.

Kennzeichnung erforderlich

  • Fotorealistische Person, komplett per KI erzeugt
  • Auch bei nur teilweise sichtbarer KI-Person
  • In Listing, A+ Content, Brand Story, Store und Videos

Keine Kennzeichnung nötig

  • Echte Personen – auch wenn KI-bearbeitet
  • Figuren aus künstlerischen Werken
  • Bilder ohne Personen oder ohne fotorealistische Personen

Zum Zeitpunkt: Amazons öffentliche Ankündigung formuliert die Regel als bestehende Pflicht ohne genanntes Startdatum; ein Amazon-Moderator nennt den 6. Juni 2026 als Stichtag und empfiehlt, auch ältere Medien rückwirkend zu aktualisieren. Die konservative und sichere Lesart für Seller: Kennzeichne betroffene neue und bestehende Bilder.

So kennzeichnest du deine Bilder Schritt für Schritt

Schritt 1: Bild einordnen

Prüfe, ob dein Bild eine fotorealistische Person zeigt, die vollständig von einer KI erzeugt wurde. Amazons Unterscheidung zielt auf die Herkunft, nicht nur auf das Aussehen: Eine echte Person, die mit KI retuschiert wurde, ist ausgenommen – eine komplett synthetische Person nicht. Diese Einordnung triffst du als Seller selbst.

Schritt 2: Keyword in die Datei einbetten

Bette contains-synthetic-performer in das XMP-Feld dc:subject deiner JPEG- oder PNG-Datei ein. Am einfachsten geht das mit unserem kostenlosen Amazon KI-Bild-Metadaten-Tool: Es läuft zu 100 % lokal im Browser – ohne Upload –, ergänzt das Keyword ohne Neukodierung der Bildpixel, erhält bestehende XMP-Keywords und verifiziert das Ergebnis direkt.

Schritt 3: Erst kennzeichnen, dann hochladen

Amazon verlangt die Kennzeichnung, bevor das Medium in ein Listing oder in A+ Content eingebunden wird. Lade also immer die gekennzeichnete Kopie hoch. Bei A+ Content kannst du alternativ die Upload-Checkbox für KI-generierte Personen nutzen.

Schritt 4: Bestehende Bilder prüfen

Geh deine Live-Listings durch: Sind irgendwo fotorealistische KI-Personen im Einsatz? Amazon empfiehlt, auch ältere Medien nachträglich zu aktualisieren. Mit dem Tool kannst du eine Datei auch einfach nur prüfen, ohne sie zu verändern.

Was die Kennzeichnung nicht abdeckt

Das XMP-Keyword gilt für Verkäufermedien. Drei verwandte Amazon-Bereiche funktionieren anders und sollten nicht verwechselt werden:

  • Amazon Ads: Innerhalb von Amazon Ads generierte Assets behandelt Amazon automatisch. Für extern erstellte Werbemittel gibt es beim Upload eine eigene Auswahl ("Contains synthetic performers"); bei über Drittanbieter ausgelieferten Display- und Video-Creatives muss die Offenlegung sichtbar im Werbemittel selbst stehen.
  • KDP: Kindle-Publisher geben KI-generierte Inhalte im Veröffentlichungsprozess an – das XMP-Keyword ist dort nicht vorgeschrieben.
  • IPTC-Herkunftsangabe: Der separate Metadaten-Wert trainedAlgorithmicMedia (DigitalSourceType) ist sinnvolle Provenance-Information, aber nicht Teil von Amazons Pflichtangabe.

HORAiZON ONE kennzeichnet automatisch

Wenn du deine Produktbilder und A+-Module mit HORAiZON ONE generierst, musst du dich um die Kennzeichnung nicht kümmern: Die KI prüft generierte Bilder automatisch auf fotorealistische Personen und bettet das Keyword contains-synthetic-performer direkt in die XMP-Metadaten ein – bei A+-Medien bewusst erst nach dem Zuschneiden, damit die Kennzeichnung nicht durch spätere Bearbeitung verloren geht.

Für alle anderen Bilder – etwa aus externen KI-Tools – nutzt du einfach das kostenlose Browser-Tool.

Häufig gestellte Fragen

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