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Glossar

Amazon Advertising Console

Zuletzt aktualisiert: 7. Januar 2025

Definition & Überblick

Die Amazon Advertising Console, oft auch als Amazon-Werbekonsole bezeichnet, ist die zentrale Plattform, über die Verkäufer und Hersteller ihre Werbeaktivitäten auf Amazon steuern. Sie fungiert als eine webbasierte Self-Service-Oberfläche von Amazon Ads, die früher unter dem Namen Amazon Marketing Services (AMS) bekannt war. Der primäre Zweck dieses Instruments ist es, die Sichtbarkeit von Produkten zu erhöhen, den Umsatz anzukurbeln und die Markenbekanntheit direkt im Amazon-Ökosystem strategisch zu steigern.

Nutzer können über diese Konsole verschiedene Anzeigenformate erstellen, verwalten, analysieren und optimieren. Sie erhalten Zugriff auf detaillierte Berichte und Leistungsdaten, um ihre Werbestrategien fundiert anzupassen und den Return on Investment (ROI) zu maximieren. Damit bildet die Konsole das Herzstück für alle Werbetreibenden, die ihre Präsenz und ihren Erfolg auf dem weltweit größten Online-Marktplatz ausbauen möchten.

Die Säulen der Amazon Werbung: Kampagnentypen verstehen

Innerhalb der Konsole stehen verschiedene Kampagnentypen zur Verfügung, die auf unterschiedliche Marketingziele zugeschnitten sind. Diese Sponsored-Ads-Kampagnen bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Werbestrategie auf der Plattform. Die drei Hauptformate sind Sponsored Products, Sponsored Brands und Sponsored Display, die jeweils spezifische Anwendungsfälle abdecken.

  • Sponsored Products:

    Die häufigste Anzeigenart, die direkt in den Suchergebnissen sowie auf Produktdetailseiten erscheint, um einzelne Artikel zu bewerben.

  • Sponsored Brands:

    Zielt darauf ab, die Markenbekanntheit zu steigern, indem ein Markenlogo, eine benutzerdefinierte Überschrift und eine Auswahl von bis zu drei Produkten prominent über den Suchergebnissen platziert werden.

  • Sponsored Display:

    Ermöglicht das erneute Ansprechen von Zielgruppen auf und außerhalb von Amazon (Retargeting), um die Kaufwahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Kampagnenerstellung: Schritt für Schritt zum Erfolg

Die Einrichtung einer Werbekampagne ist ein strukturierter Prozess. Alles beginnt mit der Auswahl des passenden Kampagnentyps, basierend auf den individuellen Marketingzielen. Anschließend legen Werbetreibende ein Tages- oder Laufzeitbudget fest und definieren den Zeitplan für die Kampagne. Im nächsten Schritt werden die zu bewerbenden Produkte aus dem eigenen Katalog ausgewählt.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg ist das Targeting. Bei Sponsored Products und Sponsored Brands können Anzeigen auf bestimmte Keywords oder Produkte ausgerichtet werden, während bei Sponsored Display Zielgruppen-Targeting zum Einsatz kommt. Hier haben Nutzer die Wahl zwischen automatischem Targeting, bei dem Amazon die Ausrichtung übernimmt, und manuellem Targeting für eine präzisere Steuerung.

Kosten und Abrechnung: So funktioniert das Pay-per-Click-Modell

Die Werbekosten auf Amazon basieren überwiegend auf einem Pay-per-Click-Modell (PPC). Das bedeutet, Werbetreibende zahlen nur dann, wenn ein potenzieller Kunde tatsächlich auf ihre Anzeige klickt. Die Höhe der Kosten pro Klick (Cost-per-Click, CPC) wird durch ein dynamisches Auktionssystem in Echtzeit bestimmt, bei dem Werbetreibende auf relevante Keywords oder Anzeigenplatzierungen bieten.

Der Höchstbietende gewinnt nicht automatisch die Auktion; auch die Relevanz der Anzeige und die Qualität der Produktdetailseite spielen eine wichtige Rolle. Nutzer legen für ihre Kampagnen ein Tagesbudget fest, das als Ausgabenlimit dient und nicht überschritten wird. Die Abrechnung der anfallenden Werbekosten erfolgt in der Regel monatlich oder nach Erreichen eines bestimmten Guthabenschwellenwerts über das im Konto hinterlegte Zahlungsmittel.

Leistungsanalyse und Optimierungsstrategien

Ein entscheidender Vorteil der Amazon Advertising Console ist der Zugriff auf umfassende Analyse- und Berichtsfunktionen. Werbetreibende können die Leistung ihrer Kampagnen anhand zentraler Kennzahlen wie Impressionen (Anzeigeneinblendungen), Klicks, Click-Through-Rate (CTR) und den erzielten Verkäufen messen. Eine der wichtigsten Metriken ist der Advertising Cost of Sale (ACoS), der die Werbeausgaben ins Verhältnis zum generierten Umsatz setzt und so die Rentabilität der Kampagnen transparent macht.

Basierend auf diesen Daten bietet die Konsole als mächtiges Self-Service-Tool zahlreiche Optimierungsmöglichkeiten. Dazu gehören die Anpassung von Geboten für Keywords, das Hinzufügen von negativen Keywords zur Vermeidung irrelevanter Klicks und die Durchführung von A/B-Tests für Anzeigentexte oder Bilder. Durch kontinuierliche Analyse und Anpassung können Werbetreibende die Effizienz ihrer Kampagnen stetig steigern und ihr Budget optimal einsetzen.

Abgrenzung: Advertising Console vs. Seller/Vendor Central

Obwohl eng miteinander verknüpft, erfüllen die Amazon Advertising Console und die Plattformen Seller Central bzw. Vendor Central unterschiedliche Zwecke. Seller Central ist die operative Schaltzentrale für Drittanbieter, die ihre Produkte direkt an Endkunden verkaufen, während Vendor Central von Herstellern genutzt wird, die ihre Waren an Amazon als Großhändler liefern. Beide Plattformen dienen der Verwaltung von Lagerbeständen, Bestellungen, Preisen und Produktlistings.

Die Advertising Console ist hingegen eine reine Marketing-Plattform, die sich ausschließlich auf die Erstellung, Verwaltung und Analyse von Werbekampagnen konzentriert. Sie ist Teil des übergeordneten Angebots, das Amazon als Anzeigendienst bezeichnet. Für Werbetreibende, die eine programmgesteuerte und automatisierte Verwaltung ihrer Kampagnen bevorzugen, stellt die Amazon Ads API eine technische Schnittstelle als Ergänzung zur grafischen Benutzeroberfläche dar.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer hat Zugriff auf die Amazon Advertising Console?

Der Zugriff steht verschiedenen Nutzergruppen offen: professionelle Verkäufer (Seller), die im Seller Central registriert sind, Hersteller und Lieferanten (Vendoren), die Vendor Central nutzen, sowie Autoren, die ihre Bücher über Kindle Direct Publishing (KDP) veröffentlichen. Auch Agenturen und Marketing-Dienstleister können im Auftrag ihrer Kunden auf die Werbekonsole zugreifen.

Was ist der Unterschied zwischen Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen?

Es gibt eine klare Hierarchie: Die oberste Ebene ist die Kampagne, in der Budget, Laufzeit und Kampagnentyp festgelegt werden. Jede Kampagne kann mehrere Anzeigengruppen enthalten, auf deren Ebene die Targeting-Einstellungen und Standardgebote definiert werden. Die unterste Ebene bilden die Anzeigen selbst – die konkreten Produkte, die innerhalb einer Anzeigengruppe beworben werden.

Welche Rolle spielen Budgetregeln und Gebotsstrategien?

Budgetregeln und Gebotsstrategien sind fortgeschrittene Funktionen zur Automatisierung und Optimierung. Mit Budgetregeln können Werbetreibende ihre Tagesbudgets automatisch an bestimmten Tagen erhöhen, z.B. während des Prime Day. Gebotsstrategien passen Gebote dynamisch an, um die Wahrscheinlichkeit einer Konversion zu maximieren.

Unterliegt die Nutzung der Konsole bestimmten Werberichtlinien?

Ja, die Nutzung und das Schalten von Anzeigen unterliegen strengen Amazon Ads-Richtlinien. Diese definieren, welche Produkte und Inhalte beworben werden dürfen. Dazu gehören Verbote für irreführende Aussagen, nicht jugendfreie Inhalte und bestimmte Produktkategorien. Werbetreibende sind dafür verantwortlich, diese Richtlinien einzuhalten.

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