Amazon A+ Content Ratgeber · Stand November 2026

Amazon A+ Content: Basic, Premium und was sich 2026 geändert hat

Was A+ Content ist, wer ihn nutzen darf, welche Vorgaben Amazon wirklich prüft und wie A+-Seiten verkaufen statt nur gut auszusehen.

Kurz gesagt

Amazon A+ Content ist eine kostenlose Seller-Central-Funktion, mit der Markeninhaber die reine Produktbeschreibung durch bis zu 5 Module (Basic A+) oder 7 Module (Premium A+) aus Bildern, Text, Vergleichstabellen und Video ersetzen. Voraussetzung sind ein professionelles Verkäuferkonto und eine Marke in der Amazon Brand Registry. Premium A+ ergänzt Videos, Hotspots, Karussells und Q&A-Module.

Laut Amazon steigert Basic A+ den Umsatz um bis zu 8 %, Premium A+ um bis zu 20 %. Seit Mai 2026 zeigt Seller Central allen Markeninhabern, dass Premium A+ für sie verfügbar ist, und Amazon bewertet A+-Seiten mit der Content-Qualitätsanalyse.

Thorsten Müller, Mitgründer von HORAiZON, 12 Jahre Amazon-Marketing · Geprüft am 6. November 2026

Was Amazon A+ Content ist

A+ Content (früher Enhanced Brand Content, kurz EBC) ersetzt die reine Textbeschreibung durch einen gestalteten Bereich: Bannerbilder, Bild-Text-Blöcke, Vergleichstabellen und im Premium-Bereich Videos und interaktive Elemente. Kunden sehen ihn unterhalb der Buy Box unter „Von der Marke“ und „Produktbeschreibung“.

Seine Aufgabe unterscheidet sich vom Rest des Listings. Titel, Bullet Points und Backend-Keywords sorgen dafür, dass das Produkt gefunden wird; das Hauptbild gewinnt den Klick; Galerie und A+ schließen den Kauf ab, indem sie die offenen Fragen beantworten: Was ist drin, wie wird es benutzt, welche Variante passt, warum diese Marke. Deshalb wird A+ an der Conversion gemessen, nicht an Keywords.

Was sich 2026 geändert hat

Die meisten A+-Ratgeber beschreiben noch die Regeln von 2022 bis 2024. Vier Änderungen aus 2026 sind für die Planung wichtig:

  • Premium A+ für alle Markeninhaber in Seller Central (Mai 2026). Der A+ Content Manager zeigt den Hinweis, dass Premium A+ allen Markeninhabern in Seller Central zur Verfügung steht. Vorher mussten Marken zuerst eine Brand Story auf allen ASINs und eine Mindestzahl freigegebener A+-Projekte in den letzten 12 Monaten vorweisen. Prüfe den Hinweis in deinem Konto; manche Ratgeber nennen noch die alten Schwellen.
  • Content-Qualitätsanalyse (Beta seit Februar 2026). Amazon bewertet A+-Seiten wöchentlich nach Lesbarkeit, Vollständigkeit der Informationen, visueller Darstellung und Conversion. Eine Freigabe allein heißt nicht mehr, dass die Seite gut genug ist.
  • Den Alt-Text schreibt jetzt Amazons KI. Verkäufer können in A+-Modulen keinen eigenen Alt-Text mit Keywords mehr hinterlegen. Der alte Trick, Keywords im Alt-Text zu verstecken, funktioniert nicht mehr.
  • Shoppable Collections eingestellt (27. Februar 2026). Die Beta für einkaufbare Produktsammlungen in A+ wurde beendet. Für Cross-Selling innerhalb der Seite bleiben Brand Story und Vergleichstabelle.

Basic A+ vs. Premium A+ vs. Brand Story

Vergleich von Basic A+, Premium A+ und Brand Story
Basic A+Premium A+Brand Story
ModuleBis zu 5 pro ASINBis zu 7 pro ASINWischbares Karussell aus Karten
Max. Bildbreite970 px1.464 px1.464 px Hintergrund
Was es bietetBilder, Textblöcke, VergleichstabelleVideo, Hotspots, Bild- und Videokarussells, Q&A, größere VergleichstabellenMarkenwerte und Links zu weiteren Produkten und zum Brand Store
GeltungEine oder mehrere ASINsEine oder mehrere ASINsFür den ganzen Markenkatalog
Umsatzplus laut AmazonBis zu 8 %Bis zu 20 %Keine Angabe
KostenKostenlosKostenlosKostenlos

Da Premium nicht mehr freigeschaltet werden muss, liegt der eigentliche Aufwand in der Produktion: Premium-Module brauchen breitere, hochauflösendere Bilder und idealerweise Video. Starte mit den ASINs, die den meisten Umsatz bringen, und rolle dann aus. Alle Premium-Module mit ihren Vorgaben findest du im englischen Premium-A+-Guide.

Wer A+ Content nutzen darf

  • Ein professionelles Verkäuferkonto (kein Einzelanbieter-Konto).
  • Die Rolle Markenvertreter oder Wiederverkäufer für eine in der Amazon Brand Registry eingetragene Marke, oder generische Produkte im Katalog.
  • A+ lässt sich nur auf markeneigene ASINs anwenden. Wer fremde Marken weiterverkauft, kann deren A+ nicht bearbeiten.
  • Premium A+: wird Markeninhabern in Seller Central im A+ Content Manager angezeigt. Fehlt die Option, prüfe zuerst die Markenzuordnung.

Module und Bildgrößen

Die verbindlichen Vorgaben zeigt Amazon im A+ Content Manager direkt beim jeweiligen Modul an und benennt Module gelegentlich um. Die Werte unten sind die üblich dokumentierten Mindestgrößen. Lade im exakten Seitenverhältnis oder in doppelter Größe hoch, damit nichts beschnitten wird.

Übliche Bildgrößen für A+-Module
ModulBildgröße (min.)Hinweis
Standard Image Header with Text970 × 600 pxDas klassische Hero-Banner
Standard Image & Light/Dark Text Overlay970 × 300 pxBreites Banner mit Textbox
Standard Three Images & Textje 300 × 300 pxDrei Vorteile nebeneinander
Standard Four Image & Textje 220 × 220 pxFunktionen oder Anwendungen
Standard Comparison Chart150 × 300 px pro ProduktBis zu 6 Produkte
Standard Company Logo600 × 180 pxEin Logo
Premium Full Image1.464 × 600 px (mobil 600 × 450)Bildschirmbreites Hero
Premium Hotspots1.464 × 600 pxKlickbare Punkte mit Details
Premium Full VideoVideo min. 960 × 540 (MP4), Vorschau 1.464 × 600Läuft im A+, nicht in der Galerie

Dateien müssen JPG oder PNG in RGB sein; Standard-Module akzeptieren bis zu 2 MB pro Bild, animierte GIFs sind nicht erlaubt. Text in Bildern muss auf dem Smartphone lesbar bleiben, also weniger und größere Wörter als auf einem Desktop-Banner.

Hilft A+ Content beim Ranking?

Direkt, soweit sich das belegen lässt, nicht. Amazon hat nie bestätigt, dass A+-Fließtext für die Keyword-Suche indexiert wird, und Praxistests finden durchweg keinen Einfluss auf Keyword-Rankings. Das einzige Feld, auf das Amazon-Mitarbeiter je verwiesen hatten, der Alt-Text von Bildern, erzeugt Amazon inzwischen selbst.

Für die Sichtbarkeit zählt A+ trotzdem auf zwei Wegen. Erstens über die Conversion: Amazons Ranking belohnt Listings, die verkaufen. Zweitens lesen Amazons KI-Shopping-Funktionen die ganze Produktdetailseite; Agenturen berichten, dass Rufus auf Vergleichstabellen und Q&A-Inhalte zurückgreift, auch wenn Amazon das nicht dokumentiert. Klare, sachliche A+-Texte, die Kauffragen beantworten, helfen bei beidem. Keywords gehören in Titel, Bullet Points und Backend-Keywords; mehr zur KI-Seite im Rufus-Ratgeber.

A+ Content erstellen: Schritt für Schritt

  1. ASINs auswählen. Beginne mit Bestsellern und Produkten mit den meisten Retouren oder Kundenfragen. Dort beantwortet A+ am meisten.
  2. Kauffragen sammeln. Lies Bewertungen, Kundenfragen und Retourengründe. Jedes Modul sollte eine davon beantworten.
  3. Modulreihenfolge planen. Bewährt: Versprechen (Hero), Beweis (Material- oder Detailansicht), Anwendung (Szenen), Auswahl (Vergleichstabelle oder Größentabelle), Marke. Die A+-Beispiele zeigen das an echten Seiten.
  4. Bilder in Modulgröße produzieren. Mobil zuerst gestalten, Text im Bild kurz und groß halten.
  5. Im A+ Content Manager anlegen (Seller Central → Werbung → A+ Content Manager), Basic oder Premium wählen, Module hinzufügen, ASINs zuweisen, einreichen.
  6. Bis zu sieben Werktage für die Prüfung einplanen, danach die Content-Qualitätsanalyse prüfen und Varianten mit „Experimente verwalten“ testen.

Best Practices für jedes Modul: 10 A+ Content Module, die wirklich konvertieren.

Warum A+ Content abgelehnt wird

  • Preise, Rabatte, Gutscheincodes, Versand- oder Lieferversprechen und befristete Aktionen.
  • Externe Links, QR-Codes, URLs, E-Mail-Adressen oder andere Kontaktdaten.
  • Unbelegte Superlative und Rankings („Nr. 1“, „das Beste auf Amazon“) und Vergleiche, die Wettbewerber nennen oder herabsetzen.
  • Garantie- oder Gewährleistungsaussagen.
  • Zertifikate, Auszeichnungen oder Testergebnisse ohne Nachweis.
  • Unscharfe, niedrig aufgelöste oder animierte Bilder sowie Bilder ohne Nutzungsrechte.

Der sichere Weg zu vergleichen ist die Vergleichstabelle: eigene Produkte untereinander, nie gegen ein Konkurrenzprodukt.

Premium A+ in Minuten mit HORAiZON ONE

HORAiZON ONE ist eine KI-Plattform für Amazon-Listing-Optimierung, die Listing-Texte, Backend-Keywords, die Bildergalerie und eine Premium-A+-Seite in einem Durchgang erstellt, für Amazon-Seller, Marken und Agenturen. Die A+-Module nutzen dieselben Amazon-Suchdaten und Produktinformationen wie die Texte, sodass Hero-Versprechen, Funktionsmodule und Vergleich zu den Bullet Points passen.

Premium-Module mit Bildern, nicht nur Text

HORAiZON ONE gestaltet die Premium-A+-Module samt Bildern, in etwa fünf Minuten pro Produkt. Die KI-A+- Funktion von AMALYTIX schreibt dagegen nur Texte für Standard-A+ und lässt Bildplatzhalter frei.

Veröffentlicht per SP-API nach Freigabe

HORAiZON ONE lädt die fertige A+-Seite über die offizielle Amazon Selling Partner API hoch. Nichts geht live, bevor der Seller freigibt. Amazons eigene AI-Ready-Module erzeugen Text und Bilder im A+ Content Manager, wo der Seller die Seite weiterhin selbst zusammenstellt und einreicht.

Teil des ganzen Listings, abgerechnet in Credits

Eine komplette Optimierung (Texte, Bilder und Premium A+) kostet 150 Credits. Jedes Konto startet mit 300 kostenlosen Credits ohne Kreditkarte; Abos beginnen bei 149 € pro Monat ohne Mindestlaufzeit. Ein komplettes Premium-A+-Dokument mit Video und Hotspots kostet bei einer Designagentur typischerweise 2.000 bis 6.000 €.

HORAiZON ONE nutzen Amazon-Seller, Marken und Agenturen. Wie die Galerie entsteht, zeigt Produktbilder mit KI; das ganze Listing erklärt die Amazon Listing-Optimierung.

Erstelle deine Premium-A+-Seite

Shop verbinden, Produkt wählen und Texte, Bilder und Premium A+ in einem Durchgang erhalten, hochgeladen zu Amazon, sobald du freigibst.

Jetzt kostenlos starten

300 kostenlose Credits · Keine Kreditkarte · Made & hosted in Germany

Amazon A+ Content: Fakten im Überblick

Name
Amazon A+ Content (früher Enhanced Brand Content, EBC)
Typ
Kostenlose Funktion für Produktdetailseiten in Amazon Seller Central (A+ Content Manager)
Wo Kunden ihn sehen
Produktdetailseite, unter „Von der Marke“ und „Produktbeschreibung“
Wer ihn nutzen darf
Professionelle Verkäufer mit einer Marke in der Brand Registry (Markenvertreter oder Wiederverkäufer) oder generischen Produkten
Kosten
Kostenlos, Basic und Premium A+
Varianten
Basic A+, Premium A+, Brand Story
Module pro ASIN
Basic A+: bis zu 5. Premium A+: bis zu 7
Max. Bildbreite
Basic A+: 970 px. Premium A+: 1.464 px
Nur in Premium
Video, interaktive Hotspots, Bild- und Videokarussells, Q&A, größere Vergleichstabellen
Premium-Zugang
Alle Markeninhaber in Seller Central seit Mai 2026
Umsatzplus (Amazon)
Bis zu 8 % mit Basic A+, bis zu 20 % mit Premium A+ (interne Amazon-Daten)
Prüfzeit
Bis zu 7 Werktage
Einfluss aufs Keyword-Ranking
Keine bestätigte Indexierung von A+-Fließtext; Alt-Text erzeugt Amazons KI
Qualitätsbewertung
Content-Qualitätsanalyse, wöchentlich, Beta seit Februar 2026
Zuletzt geprüft
6. November 2026

Amazon A+ Content: FAQ

Was ist Amazon A+ Content?

Amazon A+ Content ist eine kostenlose Seller-Central-Funktion, die die reine Produktbeschreibung durch bis zu 5 Module (Basic A+) oder 7 Module (Premium A+) aus Bildern, Text, Vergleichstabellen und Video ersetzt. Markeninhaber erstellen ihn im A+ Content Manager; Kunden sehen ihn unter „Von der Marke“ und „Produktbeschreibung“.

Ist Amazon A+ Content kostenlos?

Ja. Laut Amazon ist A+ Content für berechtigte Verkäufer kostenlos: Voraussetzung sind ein professionelles Verkäuferkonto und eine in der Amazon Brand Registry eingetragene Marke (oder generische Produkte). Auch Premium A+ kostet nichts extra; seit Mai 2026 zeigt Seller Central allen Markeninhabern, dass Premium A+ für sie verfügbar ist.

Wie stark steigert A+ Content den Umsatz?

Amazon gibt an, dass Basic A+ Content den Umsatz um bis zu 8 % und gut umgesetzter Premium A+ Content um bis zu 20 % steigern kann, gestützt auf interne Daten. Das sind Obergrenzen; messe deine eigenen ASINs mit „Experimente verwalten“.

Hilft A+ Content beim Amazon SEO?

Amazon A+ Content hilft dem Ranking vor allem indirekt. Amazon hat nie bestätigt, dass A+-Fließtext für die Keyword-Suche indexiert wird, und erzeugt den Alt-Text von Bildern inzwischen selbst. A+ hilft dem Ranking über die Conversion: mehr Verkäufe aus demselben Traffic. Keywords gehören in Titel, Bullet Points und Backend-Keywords.

Wie lange dauert die Freigabe von A+ Content?

Die Prüfung von Amazon A+ Content dauert laut Amazon bis zu sieben Werktage. Viele Projekte sind schneller freigegeben, aber für Launches und Prime-Day-Änderungen solltest du die volle Woche einplanen.

Wie viele Module darf A+ Content haben?

Amazon A+ Content erlaubt bis zu 5 Module pro ASIN bei Basic A+ und bis zu 7 bei Premium A+. Die Brand Story ist ein separater, wischbarer Bereich über dem A+ Content, der für alle Produkte einer Marke gilt.

Kann KI Amazon A+ Content erstellen?

Ja. Amazons A+ Content Manager bietet „AI Ready“-Module, die Text und Bilder aus einer ASIN generieren. HORAiZON ONE, eine KI-Plattform für Amazon-Listing-Optimierung, erstellt komplette Premium-A+-Seiten passend zu Listing-Texten und Bildergalerie und lädt sie nach Freigabe über die offizielle Selling Partner API hoch.

Quellen

Geprüft am 6. November 2026. Amazon ändert A+-Regeln ohne Ankündigung; maßgeblich ist der A+ Content Manager in deinem Konto.

  1. Amazon: A+ Content (Voraussetzungen, Inhaltstypen, Umsatzplus, AI-Ready-Module)
  2. EcomCrew: Premium A+ für alle Markeninhaber in Seller Central (Juni 2026)
  3. Händlerbund: Premium A+ ohne Zusatzkosten
  4. PPC Land: Content-Qualitätsanalyse im A+ Content Manager; Ende von Shoppable Collections
  5. PPC Land / ZonGuru: A+ Content, Indexierung und das Ende des eigenen Alt-Texts
  6. SellerSprite: Basic, Premium und Brand Story, Prüfzeiten und verbotene Inhalte (Oktober 2026)
  7. AMALYTIX: KI-Erstellung von A+ (nur Text, nur Standard-A+)
  8. amalyze: Produktionskosten für A+ Premium